temporär in Hattingen / Blankenstein

Die kleine Affäre in Hattingen Blankenstein

„Darf ich, ohne zu wissen was ich verkaufen will, einen Laden eröffnen?“ fragt das Schweizer Künstlerduo Fischli und Weiss in Ihrem 2003 erschienenen Buch „Findet mich das Glück?“.

Die Antwort ist ganz einfach: „Ja, und manchmal muß man sogar!“, zumindest wenn eine handvoll Nachbarn verhindern möchten, daß das wundervolle Jahrhundertwende-Geschäft ansonsten von einem Unternehmen genutzt worden wäre, welches ganz und gar nicht zur Belebung des Örtchens Blankenstein beigetragen hätte.

Zwölf Nachbarn verliebten sich in das Lokal und schritten ein. Sie beschliessen eine kleine Affäre mit dem Laden einzugehen. Geld und viele Stunden Arbeit fließen in die 35 Quadratmeter und so entsteht eine kleine aber feine Galerie, die sich durch Verkäufe selber tragen soll. Zudem werden Kulturschaffende gewonnen, die durch ihre Auftritte, Lesungen und Aktionen nicht nur das Leben in Blankenstein bereichern, sondern auch das Überleben des Projektes unterstützen.

Und was passiert mit der kleinen Affäre in der Zukunft? Wenn der Raum im neuen Glanz erstrahlt, so die Hoffnung der Nachbarschaft, findet sich ja eventuell auch irgendwann ein Interessent, der etwas spannenderes als eine Teppichreinigung zu bieten hat.

Ideen gern an uli@kleine-affaere.de

Die Nachbarn: Anke, Bettina, Bodo, Denis, Elisa, Jörg, Jörg, Katrin, Marie, Nina, Sabine und Uli